lo  s   la  s    se  n

dieser moment, indem man alleine dasitzt.
dieser moment, indem das unkontrollierte darauf geplapper, dieses kinderlachen, die teenagerhektik, das zusammen essen, 

einfach diese gemeinsam erlebte fest in den tagesablauf eingebundene zeit   

f e h l t ! 
es braucht zeit, viel zeit das vertrauen in sich selbst zu finden, den kidis alles auf ihren lebensweg mitgegeben zu haben, damit sie zurecht kommen, lebensfreude spüren, lebenstüchtig werden. 

am anfang verzweifelt man, wenn man sieht was sie für dummheiten machen und fühlt sich als 

versager/in…

erst jahre später siehst du, erlebst du, fühlst du, dass alles was du ihnen vorgelebt hast und gesagt hast, bei ihnen angekommen ist. 

du siehst und erlebst mit stolz und tränen in den augen, wie sie die liebenswerten dinge von dir übernahmen und umsetzen.

und es macht dich auch nach soviel jahren mega glücklich!
die erste zeit mit freundinnen ist sehr ungewohnt, wenn das klingeln des handy fehlt mit der frage: wo bist? wann kommst du heim? was gibts zu essen?

mit der zeit lernt man diese ungebundene freiheit des herdes sehr zu schätzen, man verquatscht die nächte, ernährt sich ungesund, kann tun und lassen was man will, herrlich!

solange bis man nach hause kommt und alleine aufm sofa sitzt mit dieser stille um einen herum und den erinnerungen an gemeinsames lachen, diese streitereien, die machtkämpfen glichen und in momenten der einsam so nichtig erscheinen…

mit abstand, alleine auf dem sofa und der stille um sich, wünschte man, man hätte mehr verständnis gezeigt, wäre geduldiger gewesen, hätte mehr die kidis in den arm genommen und ihnen gesagt, “ich bin stolz auf dich!” “ich liebe dich!”

…und dann kommt diese zeit, in der sie erwachen sind, sie ihre dummheiten hinter sich haben, sie bodenständig sind und man erinnert sich mit einem lächeln an die zeit ohne sie und erkennt, dass es der weg war, den die kidis gehen mussten um erwachsen zu werden, sie ihre eigenen erfahrungen machen mussten, die zeit, in der sie sich selbst finden mussten, die zeit, in der die kidis lernten, ihren weg alleine zu gehen, mit den werten, die ihnen vermittelt wurden und in denen sie sich an ihr vorbild erinnerten.

es ist für einen selbst ein lernprozess, die kinder loszulassen und es ist für die kinder ebenso ein lernprozess die eltern loszulassen.

sitzt man nach einer gefühlten ewigkeit zusammen, quatscht und lacht zusammen, wird die einsamkeit gefüllt mit der erinnerung von stolz und freude, es gemeinsam geschafft zu haben sich respektvoll auf augenhöhe zu begegnen mit liebe und stolz! man erfährt sichtweisen von teenagern, die jahre später gefüllt sind von verständnis und den worten: “ich weiss jetzt, dass du es aus liebe zu mir getan hast, damals hab ich dich gehasst! und solche worte machen glücklich, den man erinnert sich an den hass, den man aushielt, aus liebe!

gibt es etwas schöneres, als nach jahren die bestätigung zu bekommen, dass liebe sich lohnt?!

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worte

ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber, es ist schwer verschüttetes wasser wieder aufzusammeln.

seit fünzig Tagen begleiten mich Worte

die zu tränen rühren

die entzweien

die wütend machen

die verletzen

die weinen

die ungerecht sind

die schmerzen

die traurig machen

die kritisieren

die fallen

die schweigen

die enttäuschen

die nachdenken

die weh tun

die vermissen

die zerstören

die lebendig bleiben

die unter die haut gehen

die persönlich werden

die nachwirken

die sich ärgern

die spuren hinterlassen

die lügen

die erstarren

die den atem nehmen

die nerven

die schwanken

die zerreissen

die zweifeln

die trösten

die umarmen

die verzeihen

die in den arm nehmen

die aufbauen

die liebevoll sind

die sich begegnen

die nach vorne blicken

die motivieren 

die da sind

die hoffen

die vertrauen

die halten

die träumen

die respektieren

die wünschen

die wertschätzen

die zuhören

die ehrlich sind

die heilen

die beten

die kraft geben

die mitfühlen

die verbinden

die bleiben

die bewegen

die berühren

die glauben

die einen

die wärmen

die zuversichtlich sind

die mut machen

die nachklingen

die kraft geben

die neugierig bleiben

die sich interessieren

die sich wohlfühlen

die nachfragen

die sich freuen

die verständnisvoll sind

die ein lächeln zaubern

ein kluger mensch hat einmal gesagt: worte sind die kleider unserer gedanken. sie sind wie pfeile, erst einmal abgeschossen kann man sie nicht mehr zurückholen. sie treffen voll ins schwarze, manchmal aber auch grob daneben, denn jedes wort erzeugt ein bild in unserem kopf – sei es negativ oder positiv – und führt zu dementsprechenden reaktionen. 

ich wünsche mir für die nächsten tage, wochen, monate, jahre…

…viele positive worte! 

mαdαmє  zwαnzígѕєchzєhn

meine liebe Madame 2016, ich wußte, als sich Herr 2015 am 31.12. verabschiedete, daß sich die kommenden 366 Tage anders anfühlen werden, wenn eine Frau das sagen hat, wie die vergangenen, mit männlicher Sichtweise.

ich wußte nicht wie schmerzlich sie werden, angefüllt mit nicht endenwollender Traurigkeit.

ich wußte nicht wie turbulent sie werden, fühlbar mehrerer Achterbahnfahrten hintereinander.

ich wußte nicht wie melancholisch, geprägt von sehnsuchtsvollem vermissen.

ich wußte nicht wie nachdenklich, in Stunden der Einsamkeit.

ich wußte nicht wie knallhart, wenn mir der Halt fehlte.

ich merkte, wie sie nicht nur mir , meine liebe Madame 2016, des öfteren den Boden unter den Füßen wegzogen, ich sah auch, wie sie es mit Menschen in meinem Umfeld taten und auch in der Welt, mehr wie einmal ein Beben verursachten.

die vergangenen Tage mit ihnen, meine liebe Madame 2016, wurden wieder geprägt von Fassungslosigkeit und einer tiefen Trauer, der sie Herrn 2015 eine Mitschuld einräumen, meine Liebe, so einfach können sie es sich nicht machen, sie wußten was auf sie zukommt, als sie am 1.1. zu uns kamen und auch, was von ihnen erwartet wurde!
man soll einen Abschied mit etwas positiven beenden, deshalb möchte ich ihnen danken:

– für Augenblicke, die ein Lächeln zauberten!

– für Umarmungen, die ein wir spüren ließen!

– für Worte, die in und mit Liebe gesprochen und gefühlt wurden!

– für unbändige Freude, die die Traurigkeit in den Hintergrund drängte!

– für Gefühle, die mutig, vertrauensvoll und liebenswert Hand in Hand gingen!

– für Gedanken, die wohlwollend nach vorne blickten!

– für Menschen, die nicht müde wurden, mit mir zu kommunizieren, auch wenn ich schwieg!

mein liebe Madame 2016, sie werden uns heute verlassen, ich verabschiede mich von ihnen mit einem festen Händedruck und freu mich auf die Ankunft des Gentlemans 2017, der auf mich einen sympathischen Eindruck macht, und das liegt nicht daran, dass ich als Frau von seinem Charme jetzt schon verzaubert bin❣

es liegt vielmehr daran, daß sie mir zeigten: 

wie schnell liebenswerte Augenblicken vorübergehen, und ich lernte Momente mit mehr Intensität zugenießen.

wie schnell geliebte Menschen sich aus meinem Leben verabschieden und ich lernte für jeden Augenblick dankbar zu lächeln. 

wie schnell glückliche Zeit zu Ende ist und wie schön es sich zu zulächeln, sich zu umarmen und miteinander zu kommunizieren.
ja, ich habe viel von ihnen gelernt, meine liebe 

Madame 2016 und dadurch die erfreulichen Kleinigkeiten im Leben bewußter wahrgenommen. ein merci dafür! 

mit diesen Erfahrung dank ihnen, werde ich mit dem Gentleman 2017 ins neue Jahr starten und ich freu mich drauf, denn ich werde mir einen Herzenswunsch erfüllen, dass Meer wieder zu besuchen, zu fühlen, es zu erleben, am Strand spazieren gehen, den Geruch tief einatmen und mit einem Rotwein in den Sternenhimmel blicken und allen meinen lachenden Sternen zu zuprosten 🍾 und diese Vorstellung zaubert mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht 😍
arrivederci meine liebe Madame 2016 /o\

 ciao come stai Gentleman 2017 \o/

ohne Halt…

…falle ich in die Tiefe. wo ist der Boden unter meinen Füssen? weggezogen wie ein Stück Papier, ohne Vorwarnung, einfach so. ohne Halt schiessen mir die Tränen in die Augen, trüben mir den Blick und rollen schnell über die Wangen. eine tiefe Traurigkeit breitet sich in mir aus. ohne Halt rasen die Gedanken an mir vorbei. zu schnell um sie festzuhalten. ohne Halt brechen Erinnerungen hervor, die sich mit den vorbei eilenden Gedanken ein halsbrecherisches Wettrennen liefern. ohne Halt sprudeln Gefühle in mir, die ihrer Verdrängung müde sind. ohne Halt blickt die Leere mich an, während ich den Blick tränenblind in die Ferne schweifen lasse, mich dabei  nach dem Halt deiner festen Umarmung sehne und deiner stärkenden Stimme in meinem Ohr, so unsagbar weit weg wie hinterdem Horizont…

  

zuversichtliche Jugendlichkeit…

du bist so jung wie deine Zuversicht.

Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt.

Jugend ist ein Geisteszustand.

sie ist Schwung des Willens,

Wegsamkeit der Phantasie,

Stärke der Gefühle,

Sieg des Mutes über die Feigheit,

Triumpf der Abenteuerlust über die Trägheit.

niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hintersich gebracht hat. man wird nur alt, wenn man seinen Idealen “lebewohl” sagt.

mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung runzelt die Seele.

Sorgen

Zweifel

Mangel an Selbstvertrauen

Angst

Hoffnungslosigkeit

sind die langen Jahre, die das Haupt bis zur Erde ziehen und den aufrechten Geist in den Staub bringen.

Ob siebzig oder siebzehn im Herzen eines jeden Menschen wohnt

die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,

das erhebene Staunen,

unersättliche kindliche Spannung

was der nächste Tag bringen möge an ausgelassener Freude und Lebenslust.

du bist so jung wie deine Zuversicht und so alt wie deine Zweifel.

so jung wie deine Hoffnung und so alt wie deine Verzagtheit.

solange dich und dein Herz die Botschaften erreichen von

der Schönheit der Natur und Kunst,

dem Lachen von Freunden,

der Zuneigung von Kindern und Tieren,

dem Klang der Musik,

der Belesenheit von Büchern,

der Vielfalt der Kommunikation

und die Liebe zu dir selbst

bist und bleibst du jung.

erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere deines Herzen vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt ist, dann erst bist du wahrhaftig alt geworden!

 

[nach Albert Schweizer]

Dunkelheit…

Deutschland 19 Uhr, November im Jahr 2014, dunkel ist es als ich von der Arbeit nach Hause laufe. ich wähle den Weg der Hauptstrassen, anstatt die wenig frequentierten Nebenstrassen. von weiten sehe ich eine Gruppe auf mich zukommen, ich verwerfe den Gedanken in eine Nebenstrasse auszuweichen. mir schiessen ängstliche Gedanken durch den Kopf, die ich beiseite schiebe. mein Körper spannt sich an, der Schritt wird fester und ich führe mir den Gedanken vor Augen: du gehst selbstbewusst an ihnen vorbei. im näher kommen sehe ich, dass es jugendliche Männer sind mit Käppi und Bierflaschen in den Händen, sie reden lautstark mit einander. ich taxiere die gruppe von weiten und richte den Blick ohne Gefühlsregung nach vorne im vorbei gehen. sie gehen weiter ohne mich komisch anzusprechen und ich schnaufe aus, mein Schritt wird schneller. die Angst lässt langsam mit jedem Schritt nach, ich höre keine Schritte, die mir folgen und erreiche mein Zuhause.

Deutschland 18.30 Uhr, Dezember im Jahre 2015, es ist dunkel, als ich von meiner Freundin nach Hause radel. von weitem sehe ich in der Dunkelheit 3 Menschen im Licht einer Strassenlaterne, einer bleibt stehen, rennt den anderen hinterher. ein ungutes Gefühl breitet sich in mir aus, ich trete langsam in die Pedalen. sie überqueren vor mir den Zebrastreifen, ich erkenne junge männliche Flüchtlinge. nachdem  Zebrastreifen treffen wir aufeinander und überlege wie ich an den dreien vorbei komme, da sie nebeneinander laufen. mein Radl quietscht und ächst bei jedem vorsichtigen Pedalentritt, einer dreht sich um, ruft den anderen lächelnd etwas zu, was ich nicht verstehe und sofort wird mir lächelnd Platz gemacht, ich sage mit einem Lächeln “danke” und trete schnell in die Pedalen, die Anspannung weicht, die Angst lässt sich langsam abschütteln mit jedem Atemzug, bis ich zuhause bin.

ich hab Angst, wenn die Dunkelheit kommt…

egal ob ich alleine oder zu zweit bin.

egal wer mir im dunkeln entgegen kommt.

egal ob ich zu Fuss oder mit dem Rad unterwegs bin.

…wenn es dunkel wird, kriecht die Angst aus ihrer finsteren Ecke hervor und erschreckt mich. vielleicht nehme ich die Angst irgendwann an die Hand und mache  mich mit ihr gemeinsam auf den Heimweg…

 

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als ich mich selbst zu lieben begann…

als ich mich selbst zu lieben begann, hab ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein, heute weiß ich, das nennt man VERTRAUEN.

als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz undd Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben, heute weiß ich, das nennt sich AUTHENTISCH SEIN.

als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war, heute weiß ich, das nennt man REIFE.

als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise in meinem Tempo, heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, dass mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, heute weiß ich, das nennt man SELBSTLIEBE.

als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt, heute habe ich erkannt, das nennt man DEMUT.

als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch diesen “Augenblick”, wo alles stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTSEIN.

als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten, heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!

[Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959]